Zu wenig Stauraum ist der häufigste Grund, aus dem Menschen ein Tiny House wieder verlassen — und fast immer ein Planungsfehler, kein Flächenproblem.
Die Treppe ist die größte Chance
Bei MODUNERA ist sie als Stauraummöbel ausgeführt, statt als Treppe mit ungenutztem Raum darunter. Damit verdient sie ihre Grundfläche zurück — auf 28 Quadratmetern ist das kein Detail.
Vertikal statt horizontal
Wandhohe Einbauten, Ablagen über Türen, Podeste mit Klappen. Die Grundfläche ist begrenzt, das Volumen weniger. Weil Küche, Bad, Schränke und Treppe aus gleicher Möbelfertigung kommen, folgen die Maße dem tatsächlichen Grundriss.
Saisonales und tägliches trennen
Winterkleidung, Sportgeräte und Werkzeug gehören nicht in dieselbe Fläche wie das, was täglich gebraucht wird. Wer keinen externen Lagerort hat, sollte diese Menge ehrlich einschätzen, bevor das Modell gewählt wird.
Der Ort, an dem Dinge zuerst liegenbleiben
Zwischen Tür und Küche. Wenn dort keine definierte Ablage mit Haken, Fläche und einem Platz für Schuhe existiert, entsteht sie trotzdem — nur ungeplant und im Blickfeld. Eine halbhohe Bank mit Klappe an dieser Stelle löst mehr Unordnung als jeder zusätzliche Schrank an anderer Stelle.
Saisonales gehört ausgelagert oder eingeplant
Winterreifen, Gartenmöbel, Werkzeug, Weihnachtskiste: Dieser Bedarf verschwindet nicht dadurch, dass man kleiner wohnt. Entweder gibt es ein Nebengebäude, einen Kellerersatz oder einen externen Lagerplatz — oder er muss im Grundriss stehen. Ihn zu ignorieren ist der häufigste Grund, warum ein Tiny House nach zwei Jahren zu klein wirkt.
Warum eine Tür mehr wert ist als eine Ecke
Kleine Häuser scheitern aus zwei Gründen: zu wenig Stauraum und kein Ort, an dem man allein sein kann. Beides sind Grundrissfragen und beide werden vor der Produktion entschieden. Sobald zwei Menschen gleichzeitig zu Hause sind und einer telefoniert, hört ein offener Grundriss auf zu funktionieren — das ist das gesamte Argument für MD 3 und MD 5. Der Raum muss nicht groß sein, er muss eine Tür haben. Beim Stauraum ist die Treppe die größte einzelne Chance im Haus; bei MODUNERA ist sie als Stauraummöbel ausgeführt und verdient damit ihre Grundfläche zurück. Weil Küche, Bad, Schränke und Treppe aus gleicher Möbelfertigung kommen, folgen die Maße dem tatsächlichen Grundriss statt Katalogmodulen.
Welche Modelle hier meistens infrage kommen
Bei Fragen aus dem Bereich Grundriss & Innenraum führen die Projekte in der Praxis am häufigsten zu MD 3 (Loft plus Zusatzraum, ab 47.900 €), MD 2 (Zwei Lofts für Familien, ab 52.900 €), MD 1 (Panorama und Loft, ab 44.900 €). Die Basisbreite beträgt bei allen acht Modellen 2,55 Meter; der Unterschied liegt in Länge, Aufteilung und Ausstattungstiefe. Entschieden wird nach Nutzung, Personenzahl und Standort — nicht nach dem Datenblatt.
Welche Grundrisse in welchem Markt am häufigsten gewählt werden
Deutschland: MD 1 und MD 3 werden in Deutschland am häufigsten geplant: MD 1 für Paare und Ferienhäuser mit Aussicht, MD 3, sobald ein abschließbares Zimmer für Homeoffice oder Kind gebraucht wird. Für Familien folgt MD 2.
Niederlande: MD 5 und MD 7 werden in den Niederlanden am häufigsten geplant, weil viele Grundstücke klein und die Zufahrten eng sind. Für Ferienparks folgt MD 4 mit der Veranda.
Dänemark: MD 6 wird in Dänemark am häufigsten gewählt – Steildach, Schneeabtrag und Auslegung auf lange Heizperioden. Für Sommerhausgrundstücke folgt MD 4.
Luxemburg: MD 3 und MD 5 werden in Luxemburg am häufigsten geplant, weil viele Vorhaben ein zusätzliches Zimmer für Homeoffice brauchen und die Grundstücke begrenzt sind.
Schweiz: MD 6 ist in der Schweiz die häufigste Wahl – Steildach für Schneeabtrag und Auslegung auf lange Heizperioden. Im Mittelland folgt MD 1.
Die häufigsten Fehler — und wie sie sich vermeiden lassen
Fehler 1: Stauraum nach dem Einzug planen
Freistehende Schränke fressen genau die Fläche, die den Raum offen wirken ließ. Einbauten werden mit dem Grundriss zusammen entschieden.
Fehler 2: Den Umzug unterschätzen
Der Umzug in ein Tiny House ist zur Hälfte eine Aussortierungsaufgabe. Wer das nicht vorher tut, tut es hinterher unter Druck.
Fehler 3: Nur an Kleidung denken
Werkzeug, Vorräte, Reinigungsmittel, Bettwäsche und Saisonales brauchen ebenfalls definierte Plätze.
Fehler 4: Nur nach Volumen planen, nicht nach Zugriff
Ein tiefer Stauraum, an dessen hinteres Drittel man nicht kommt, ist zu zwei Dritteln nutzbar. Auszüge statt Türen lösen das dort, wo es zählt.
Fehler 5: Die Bettfläche im Loft nicht als Stauraum nutzen
Unter einer erhöhten Liegefläche oder in Schubladen am Fußende steckt der am leichtesten zu gewinnende Stauraum im ganzen Haus.
Vor der Bestellung abhaken
- Stauraum nach dem Einzug planen — geprüft und schriftlich festgehalten?
- Den Umzug unterschätzen — geprüft und schriftlich festgehalten?
- Nur an Kleidung denken — geprüft und schriftlich festgehalten?
- Nur nach Volumen planen, nicht nach Zugriff — geprüft und schriftlich festgehalten?
- Die Bettfläche im Loft nicht als Stauraum nutzen — geprüft und schriftlich festgehalten?
- Zuständige Stelle im Zielland angefragt und Antwort schriftlich erhalten?
- Zufahrt und Entladepunkt mit Fotos und Maßen dokumentiert?
- Budget inklusive Fundament, Anschlüssen, Entladung, Planung, Gebühren und Versicherung gerechnet?
Häufige Fragen
Mehr, als die Fläche vermuten lässt, wenn wandhoch und mit der Treppe geplant wird — und deutlich zu wenig, wenn nicht.
MD 3 und MD 5 durch den zusätzlichen Raum, MD 2 durch die zweite Ebene. Entscheidend ist aber die Einbauplanung.
Sie kommen aus gleicher Möbelfertigung und werden für den Einbauort gemaßt — nicht aus Katalogmodulen.
Weiterlesen zu Grundriss & Innenraum
Stand 2026-08-14. Alle Angaben sind unverbindliche Projektorientierung und keine Rechts-, Behörden-, Statik-, Energie- oder Steuerberatung. Preise sind Indikationen ab Werk; verbindlich ist ausschließlich ein geprüftes Angebot.
