Zwischen dem Preis eines Tiny House und den Kosten eines Tiny-House-Projekts liegen regelmäßig mehrere zehntausend Euro — fast alle davon standortabhängig.
Werkspreis, Lieferung, Standort, Papiere
Diese vier Blöcke ergeben zusammen das Projektbudget. Der erste steht im Angebot, der zweite lässt sich gut schätzen, der dritte ist grundstücksabhängig und der vierte gemeindeabhängig. Wer nur den ersten kalkuliert, korrigiert das Budget nach der Bestellung.
Laufende Kosten gehören in die Entscheidung
Energie, Wasser, Wartung, Versicherung und Rücklagen. Bei Vermietung zusätzlich Reinigung, Wäsche, Verwaltung und Plattformgebühren. Über zehn Jahre entscheiden diese Positionen mehr über die Gesamtkosten als der Unterschied zwischen zwei Modellen.
Wo sich Mehrpreis rechnet und wo nicht
Dämmung, Lüftung und Verglasung zahlen sich über den Betrieb zurück. Ausstattungstiefe zahlt sich bei Vermietung über Bewertungen zurück. Rein optische Aufpreise tun weder das eine noch das andere.
Die Zehnjahresrechnung
Anschaffung, Erschließung und Nebenkosten am Anfang, danach Energie, Wasser, Wartung, Versicherung, Standplatz oder Grundsteuer und eine jährliche Rücklage. Über zehn Jahre entscheidet die zweite Gruppe häufig mehr über die Gesamtkosten als die Wahl zwischen zwei Modellen. Stellen Sie beide Spalten nebeneinander, bevor Sie entscheiden.
Was sich später kaum noch ändern lässt
Aufbau, Dämmung, Fensteranteil, Position der Installationswand und Fahrgestellauslegung. Alles davon ist im Werk günstig und danach teuer bis unmöglich. Küche, Oberflächen und Möbel dagegen lassen sich jederzeit tauschen. Wer sparen muss, spart bei der zweiten Gruppe.
Die vier Blöcke, aus denen ein Projektbudget besteht
Erstens die Einheit ab Werk, bei MODUNERA von 42.900 € für MD 7 bis 54.900 € für MD 6. Zweitens die Lieferung ins Zielland, von rund 6.800 € nach Deutschland bis 10.500 € auf dem Skandinavien-Tarif. Drittens der Standort: Fundament, Zufahrt, Entladung und vor allem die Entfernung zu Strom, Trinkwasser und Kanal — die verborgene Variable, die zwei identische Häuser auf zwei Grundstücken um einen fünfstelligen Betrag auseinanderziehen kann. Viertens Planung, Gebühren und Versicherung. Ein Budget, das nur den ersten Block enthält, verschiebt sich nach der Bestellung, und zwar immer in dieselbe Richtung.
Welche Modelle hier meistens infrage kommen
Bei Fragen aus dem Bereich Kosten & Finanzierung führen die Projekte in der Praxis am häufigsten zu MD 7 (Einstiegsmodell, ab 42.900 €), MD 1 (Panorama und Loft, ab 44.900 €), MD 5 (Kompakt mit Zusatzraum, ab 46.900 €). Die Basisbreite beträgt bei allen acht Modellen 2,55 Meter; der Unterschied liegt in Länge, Aufteilung und Ausstattungstiefe. Entschieden wird nach Nutzung, Personenzahl und Standort — nicht nach dem Datenblatt.
Steuer und Lieferung unterscheiden sich je Zielmarkt spürbar
Deutschland: Es gilt der deutsche Umsatzsteuersatz von 19 Prozent auf die Einfuhr.
Niederlande: Es gilt der niederländische Satz von 21 Prozent auf die Einfuhr.
Dänemark: Es gilt der dänische Satz von 25 Prozent – der höchste der fünf Zielmärkte.
Luxemburg: Es gilt der luxemburgische Satz von 17 Prozent – der niedrigste der fünf Zielmärkte.
Schweiz: Es gilt die schweizerische Mehrwertsteuer zum Normalsatz von 8,1 Prozent auf die Einfuhr.
Die häufigsten Fehler — und wie sie sich vermeiden lassen
Fehler 1: Nebenkosten pauschal schätzen
Der Versorger nennt Ihnen die Anschlusskosten für Ihre Adresse. Das ist genauer als jede Faustformel.
Fehler 2: Rücklagen weglassen
Verschleiß gibt es auch in kleinen Häusern — bei Vermietung um ein Vielfaches schneller.
Fehler 3: Am Feuchteschutz sparen
Die eingesparte Lüftungsanlage ist die teuerste Ersparnis im ganzen Projekt.
Fehler 4: Die Kosten der Verzögerung nicht einrechnen
Ein Haus, das steht, während die Genehmigung fehlt, verursacht Standkosten, Zwischenfinanzierung und im schlechtesten Fall doppelten Transport.
Fehler 5: Skonto und Zahlungsziel übersehen
Zahlungsbedingungen sind Teil des Preises. Ein Angebot mit besserem Zahlungsziel kann bei gleichem Betrag das günstigere sein.
Vor der Bestellung abhaken
- Nebenkosten pauschal schätzen — geprüft und schriftlich festgehalten?
- Rücklagen weglassen — geprüft und schriftlich festgehalten?
- Am Feuchteschutz sparen — geprüft und schriftlich festgehalten?
- Die Kosten der Verzögerung nicht einrechnen — geprüft und schriftlich festgehalten?
- Skonto und Zahlungsziel übersehen — geprüft und schriftlich festgehalten?
- Zuständige Stelle im Zielland angefragt und Antwort schriftlich erhalten?
- Zufahrt und Entladepunkt mit Fotos und Maßen dokumentiert?
- Budget inklusive Fundament, Anschlüssen, Entladung, Planung, Gebühren und Versicherung gerechnet?
Häufige Fragen
Sie hängen von Hülle, Technik, Standort und Nutzung ab. Bei Vermietung dominieren Reinigung und Wäsche, nicht Energie.
Genug für die standortabhängigen Positionen: Anschlüsse, Fundament und Entladung sind die drei mit der größten Spannweite.
Bei Vermietung meist ja — sichtbare Qualität wirkt direkt auf Bewertungen. MD 8 ist genau dafür gedacht.
Weiterlesen zu Kosten & Finanzierung
Stand 2026-08-14. Alle Angaben sind unverbindliche Projektorientierung und keine Rechts-, Behörden-, Statik-, Energie- oder Steuerberatung. Preise sind Indikationen ab Werk; verbindlich ist ausschließlich ein geprüftes Angebot.